Smartphone-Kameras – bereits eine Alternative?

Der Bereich der Kameras in den Handys entwickelt sich immer weiter und mittlerweile kommen kaum noch Geräte ohne eine integrierte Kamera auf den Markt. Teilweise sind sogar mehrere Kameras pro Handy verbaut um Aufnahmen sowohl auf der Vorder- als auch auf der Hinterseite machen zu können.

Galaxy Camera – die Handy-Kamera

Samsung hat als einer der ersten Anbieter eine Handykamera auf den Markt gebracht – eine vollwertige Kamera die auch als Handy verwendet werden kann. Der Fokus liegt hier aber nach wie vor in erster Linie auf der Kamera, die Smartphone Funktionen wurden zusätzlich integriert um Bilder teilen zu können. Die Galaxy Camera arbeitet daher mit Android 4.0 und bietet für eine normale Kamera (leider kein Spiegelreflex) durchaus gute Werte:

  • BSI CMOS Sensor mit 17,0 Megapixel Auflösung
  • Objektiv mit 21-fach optischen Zoom (4-fach digital), Brennweite: 4,1-86,1 mm
  • Display: 12,1 cm (4,8 Zoll) HD Super Clear Touch Display

Mittlerweile arbeitet Samsung bereits an einem Nachfolger der Kamera (Baujahr 2012) und es dürfte zu erwarten sein, dass man in Sachen Auflösung und Leistung allgemein nochmal nachbessert.

Große Bilder – kaum Chance zum Teilen

Die größte Stärke der Handy-Kamera und Kameras in Handys ist die Möglichkeit, direkt online zu gehen und die Bilder teilen zu können ohne eine Laptop zu benötigen. Allerdings sind hier die großen Bildformate eher hinderlich. Mehrere Bilder mit mehreren Megabyte Größe zu verschicken dauert mobil doch noch sehr lange und die meisten Flatrates für den mobilen Internet-Zugang bieten nur begrenzte Kapazitäten. Selbst die aktuellen Datenflat Angebote mit LTE Unterstützung sind gedrosselt – wer zu viel versendet kann irgendwann nur noch langsam surfen. Damit unterscheiden sich die Handy-Kameras in der Praxis derzeit leider kaum von einer normalen Kamera die ohne Mobilfunk-Anbindung auskommen muss.

41 Megapixel Auflösung auch im Handy

Das die Smartphones mittlerweile im Kamera Bereich (zumindest für privat) eine Alternative darstellen, ist unbestritten.

Nokia beispielsweise hat mit dem Lumia 1020 beispielsweise die erste 41 Megapixel Kamera in ein Smartphone verbaut. Einen Eindruck der Qualität der Bilder gibt es hier. Allerdings werden die 41 Megapixel derzeit nur für die Aufnahmen genutzt, intern rechnet das Handy die Bilder dann auf ein kleineres Format mit maximal 5 Megapixel herunter. Dazu kommt eine F/2.2 Linse von Zeiss, Spiegelreflex-Technik gibt es an der Stelle aber natürlich nicht. Ob es wirklich eine Zielgruppe für diese Art von Technik gibt, muss sich noch zeigen. Die Kamera selbst richtet sich eher an den professionellen Bereich – das Handy dagegen eher an Nutzer die Schnappschüsse machen wollen. Nokia konnte bislang diesen Widerspruch noch nicht auflösen.

Insgesamt sind die Kameras in den Smartphones aber nach wie vor eher dafür geeignet, schnelle Schnappschüsse zu machen. An die Qualität der Aufnahmen normaler Spiegelreflex-Kameras kommen die Geräte noch nicht heran, auch wenn sich die Leistungsdaten durchaus beeindruckend anhören. Aber in der Regel reicht die Kombination auf Sensor und Objektiv derzeit einfach noch nicht aus um im professionellen Bereich mithalten zu können. Es kann aber durchaus sein, dass sich dies in den nächsten Jahren noch ändern wird, gerade Nokia hat die Kameras für sich entdeckt und versucht sich über besser Fotoqualität von den anderen Smartphone Anbietern abzuheben.

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